Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, zügig Reformen in den Bereichen Sozialversicherung, Steuern und Arbeitsmarkt zu initiieren. In einem Statement gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe betonte er, dass nun Entscheidungen für ein umfassendes Reformpaket notwendig seien. Dittrich äußerte die Erwartung, dass im Koalitionsausschuss ein klarer Fahrplan beschlossen werde, anstatt weiterhin einzelne Reformvorschläge ad hoc vorzulegen.
Die Bundesregierung, bestehend aus der Union und der SPD, hat sich zum Ziel gesetzt, bis zur Sommerpause ein Reformpaket auszuhandeln, das auch die Themen Rente und Bürokratieabbau umfasst. Dittrich äußerte seine Erleichterung über die Einigung auf einen Arbeitsprozess zur Reformgestaltung, warnte jedoch vor „hektischen Schnellschüssen“, wie sie bei der jüngsten sogenannten Entlastungsprämie zu beobachten waren.
Er forderte von den Regierungsparteien mehr Schnelligkeit und Konsequenz und erinnerte daran, dass der große Reformbedarf bereits vor einem Jahr bekannt war. Nach seiner Auffassung sei es entscheidend, dass die Politik aktiv gestaltet, anstatt die Entwicklungen dem Nichtstun zu überlassen.