Jochen Ott ist am Samstag in Düsseldorf zum Spitzenkandidaten der SPD Nordrhein-Westfalen für die bevorstehende Landtagswahl gewählt worden. Bei der Landesdelegiertenkonferenz erhielt er 96 Prozent der Stimmen, was das beste Ergebnis seit der Nominierung von Hannelore Kraft vor zehn Jahren darstellt.
In seiner Bewerbungsrede betonte Ott die Notwendigkeit einer aktiven Industriepolitik sowie verstärkter Forschung und Entwicklung. Zudem kündigte er ein „Entlastungspaket“ für Familien an, das unter anderem die Einführung eines kostenlosen Mittagessens für alle Kita- und Grundschulkinder sowie die Abschaffung der Kita-Gebühren umfasst. Ein kostenloses Jugendticket wird ebenfalls vorgeschlagen.
Ott äußerte in seiner Rede auch Bedenken über die wachsende Vermögenskonzentration, indem er auf Elon Musk verwies, der als erster Billionär der Welt gilt. Er kritisierte die ungleiche Verteilung von Macht und Reichtum und forderte Maßnahmen zur Regulierung großer Technologiekonzerne.
Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist für den 25. April 2027 angesetzt. Die SPD plant, unter dem Slogan „Jetzt erst gerecht“ in den Wahlkampf zu ziehen.