Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, sieht die CDU und die Koalition in einer entscheidenden Phase. Nach dem CDU-Parteitag äußerte er, dass sowohl die Partei als auch das Land an einem Wendepunkt stehen. Für das kommende Jahr wird eine Haushaltslücke von 60 Milliarden Euro prognostiziert. Dies erfordere entweder eine sozial ausgewogene und finanziell tragfähige Reform des Sozialstaats oder die vollständige Aufhebung der Schuldenbremse, was von anderen politischen Akteuren wie der Linkspartei abhängen würde.
Winkel betonte, dass das jüngste Votum auf dem Parteitag zur Erhaltung der Schuldenbremse einer Abkehr von einer problematischen Verschuldungspolitik entspreche. Er erläuterte, dass die Junge Union sowie die gesamte Partei den Weg in die strukturelle Staatsverschuldung nicht beschreiten wollen. Gleichzeitig rief er zu einer größeren Reformbereitschaft auf und warnte davor, den demografischen Wandel weiterhin zu ignorieren. Reformen seien in diesem Jahr dringend erforderlich, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.