Die Junge Union hat vor den politischen Konsequenzen der schwarz-roten Rentenreformpläne gewarnt. Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, appellierte an die CDU, sich in der aktuellen Wahlkampfphase verantwortungsvoll und seriös zu verhalten. In einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ sagte er: „Bei allem Verständnis für Wahlkampf- und Parteiprofilierung: Bitte bleibt verantwortungsvoll und seriös.“
Die Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem in der politischen Debatte um die Rente ohne Abschläge nach 45 Versicherungsjahren zunehmend unterschiedliche Positionen laut werden. Vor allem die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten sprachen sich gegen eine Abschaffung dieser Regelung aus. Ihre Haltung fand zudem Unterstützung bei Manuela Schwesig, der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied der SPD, die ähnliche Bedenken bereits vor Wochen geäußert hatte.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kündigte an, im Bundesrat gegen die Reformpläne stimmen zu wollen, was die Diskussion über die Rentenreform weiter anheizt. Die Junge Union betonte, dass man mit der Zukunft der Rentenfrage nicht leichtfertig umgehen dürfe. Diese Bedenken spiegeln eine zunehmende Besorgnis innerhalb der Union wider, die sich angesichts möglicher Veränderungen in der Rentenpolitik verstärkt äußert.