Der Mai 2026 war laut einem Bericht des Klimadienstes Copernicus der zweitwärmste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Europa zeichnete sich ein schneller Übergang von unterdurchschnittlichen Temperaturen hin zu einer der intensiven Hitzewellen ab, die jemals so früh im Jahr in Westeuropa beobachtet wurde. Besonders betroffen waren Frankreich, Großbritannien, Irland und Portugal, wo zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen wurden.
Zusätzlich zu den extremen Temperaturen wiesen die Experten auf auffällige Wettersituationen hin: Während große Teile West-, Mittel- und Osteuropas, darunter Italien und Spanien, unter überdurchschnittlich trockenen Bedingungen litten, erlebten die Türkei, Bulgarien und Moldawien signifikante Überschwemmungen. Samantha Burgess, Expertin am ECMWF, betonte die Dringlichkeit der Lage, da die anfängliche Hitzewelle auf die rasche Erderwärmung hinweist, die häufigere und intensivere Klimaextreme zur neuen Normalität machen könnte.
Darüber hinaus waren im Mai 2026 außergewöhnlich hohe Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Pazifik zu verzeichnen, die Anzeichen für sich verändernde El-Niño-Bedingungen zeigen. Diese Veränderungen könnten in den kommenden Monaten zu globalen Wetterextremen führen. Außerhalb Europas gehörten Regionen in Nord- und Südostasien, Teile Brasiliens, des südlichen Afrikas und große Flächen Australiens ebenfalls zu den überdurchschnittlich feuchten Gebieten.
Im Gegensatz dazu herrschten in den zentralen Vereinigten Staaten, großen Teilen Zentralasiens, Madagaskar, im Südwesten Australiens und vielen Regionen Südamerikas unterdurchschnittliche Niederschläge. Die aktuellen Wetterereignisse unterstreichen die zunehmende Dringlichkeit, den Einfluss des Klimawandels auf die globalen Wetterbedingungen zu erkennen und darauf zu reagieren.