Union und SPD haben sich auf eine grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge verständigt. Die neue staatlich geförderte Altersvorsorge soll insbesondere Menschen mit geringem Einkommen, die nur wenig ansparen können, besser unterstützen. Für diese Gruppe sind höhere Zuschüsse vorgesehen als im ursprünglichen Reformentwurf.
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) präsentierte die ersten Details der Reform. Bei einem monatlichen Ansparbetrag von bis zu 30 Euro soll eine Grundzulage von 50 Cent je angespartem Euro bereitgestellt werden. Für monatliche Sparbeträge bis zu 150 Euro sind 25 Cent als Förderung eingeplant. Zudem ist ab einem Sparbetrag von 25 Euro pro Monat der volle Kinderzuschlag von 300 Euro jährlich pro Kind vorgesehen.
Der Bundestag plant, das Gesetz bereits am Donnerstag zu verabschieden. Ab Januar 2027 können Bürger dann die neuen Verträge für die private Altersvorsorge abschließen. Die Reform soll damit eine Alternative zur Riester-Rente bieten und auch Selbstständigen den Zugang zu staatlichen Förderungen erleichtern.