Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hat am Dienstagabend nach rund sechs Stunden Beratungen ohne konkrete Beschlüsse geendet. Die Teilnehmer einigten sich lediglich auf einen „Arbeitsprozess“, um in den kommenden Wochen die geplanten Vorhaben der Koalition voranzutreiben. Details zu den besprochenen Maßnahmen wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Eine Pressekonferenz nach dem Treffen wurde nicht angekündigt. Laut dem Magazin „Politico“ herrschte während der Gespräche eine „gute, vertrauensvolle Atmosphäre“. Im Gegensatz zum letzten Treffen in der Villa Borsig, das von Streitigkeiten geprägt war, verlief diese Sitzung ruhiger. Bei jenem früheren Treffen war die geplante „Entlastungsprämie“ in Höhe von 1.000 Euro durch den Bundesrat gestoppt worden.
Die aktuelle Lage im Koalitionsausschuss wirft Fragen auf, ob die genannten Fortschritte ausreichen, um das Vertrauen zwischen den Koalitionspartnern zu stärken. Bislang bleibt abzuwarten, wie die beschlossenen Vorgehensweisen in der Praxis umgesetzt werden können und ob diese zu greifbaren Ergebnissen führen.