Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat vor dem Reform-Gipfel im Kanzleramt am Abend des 10. Juni 2026 bescheidene Erwartungen an mögliche Ergebnisse geäußert. In einem Interview erklärte er, dass er „überhaupt keine Erwartungen“ an die Gespräche habe. Die Tarifpartner und die Positionen der Regierungsparteien lägen weit auseinander, was es schwierig mache, zu einem Konsens zu gelangen.
Daten zu den Themen wie Steuern, Rente, Krankenkassen, Pflege und Bundeshaushalt, die Gegenstand der Gespräche sein werden, wurden nicht genannt. Kubicki betonte, dass der Begriff „Reform“ in der heutigen Zeit häufig mit negativen Aspekten wie Leistungsabbau assoziiert werde, anstatt mit Aufbruch und Optimismus, wie es früher der Fall war. Diese Entwicklung trage zu einer sinkenden Reformbereitschaft in der Bevölkerung bei.
Er kritisierte die CDU und die Koalition dafür, durch unrealistische Erwartungen während des Wahlkampfs und in den ersten Wochen der Regierungsbildung Enttäuschungen bei den Bürgern ausgelöst zu haben. Der Reform-Gipfel im Bundeskanzleramt findet in einem angespannten politischen Klima statt, was Fragen zur Effektivität und Zukunftsfähigkeit der Gespräche aufwirft.