Kubicki schließt Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten und Koalition mit Linken aus

Kubicki schließt Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten und Koalition mit Linken aus

Juli 6, 2026
1 min. lesezeit

Wolfgang Kubicki, Bundesvorsitzender der FDP, hat am 6. Juli 2026 klargestellt, dass die FDP nicht bereit ist, einen Ministerpräsidenten der AfD zu unterstützen. In einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ betonte er zudem, dass eine Koalition mit der Linken ausgeschlossen sei. Dies geschieht zwei Monate vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Kubicki verdeutlichte, dass die Entscheidung über die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten letztlich bei den Wählern liege. Die FDP habe vor, voraussichtlich einen Ministerpräsidenten der CDU zu unterstützen, der sich eine Mehrheit im Parlament suchen müsse. „Die anderen müssten dann stärker auf die FDP zugehen“, kündigte Kubicki an. Er stellte klar, dass die Freien Demokraten unter seiner Führung keine „Anhängsel“ sein würden.

Ein vollständiger Ausschluss von inhaltlicher Zusammenarbeit mit der AfD ist jedoch nicht gegeben. Kubicki äußerte, dass seine Überzeugungen nicht davon abhängig gemacht werden sollten, ob die AfD oder die Linke zustimme. Dies steht im Einklang mit seinen früheren Aussagen beim FDP-Parteitag, wo er eine „Brandmauer“ als nicht verfassungsrechtlich definierte Maßnahme ablehnte.

Kubicki möchte sein politisches Schicksal nicht allein an den Ergebnissen der Landtagswahlen festmachen. Er wies darauf hin, dass er bis Mai 2027 Zeit habe, um die FDP wieder als ernstzunehmende politische Kraft zu etablieren. Bei den Wahlen im Mai war Kubicki zum neuen Bundesvorsitzenden der FDP gewählt worden und setzte sich dabei gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch.

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