Armin Laschet, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, hat am 7. Juli 2026 in einem Interview mit dem Fernsehsender „Welt“ vorgeschlagen, den möglichen Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern mit einem Dialogangebot an Russland zu verbinden. Laschet betonte, dass die militärische Stärke der NATO durchaus mit Abrüstungsangeboten kombiniert werden könne.
Er verwies auf die Bedrohung durch russische Raketen aus St. Petersburg und erinnerte an die Logik des NATO-Doppelbeschlusses, der besagt, dass die NATO nachrüstet, wenn Russland nicht abrüstet. Dabei sagte Laschet: „Diese Dialogformel sei ein bisschen verloren gegangen.“ Er forderte ein Umdenken, bei dem nicht nur aufgerüstet werde, sondern auch wieder Gespräche mit Russland gesucht werden sollten.
Laschet erklärte, dass es wichtig sei, militärische Stärke mit dem Angebot von Abrüstung zu verknüpfen, wenn Russland ebenfalls bereit sei, seine Rüstung zu reduzieren. Dies könne besonders im Kontext von Mittelstreckenraketen deutlich gemacht werden.
Die Aussage von Laschet ist Teil eines breiteren europäischen Diskurses über die Notwendigkeit, auf militärische Provokationen aus Russland angemessen zu reagieren und gleichzeitig diplomatische Lösungen in Betracht zu ziehen. Der Dialog mit Russland steht derzeit jedoch noch am Anfang.