Laura Philipp hat beim Ironman in Hamburg ihren dritten Sieg und den vierten EM-Titel verpasst. Die 39-jährige Triathletin belegte den zweiten Platz hinter der norwegischen Weltmeisterin Solveig Lovseth, die das Rennen in einer Zeit von 8:11:11 Stunden gewann. Philipp erreichte das Ziel 1:18 Minuten später als die Siegerin. Dritte wurde die Dänin Katrine Christensen.
In der Vorbereitung auf das Event hatte Philipp gesundheitliche Probleme und musste im April aufgrund von Bauch- und Rückenschmerzen in einem Höhenlager behandelt werden. Trotz dieser Herausforderungen zeigte sie eine zufriedenstellende Leistung.
Die Veranstaltung wurde durch einen Zwischenfall auf der Radstrecke beeinträchtigt. Auf einem Streckenabschnitt lagen mehrere Metallsplitter, was zu Reifendefekten bei etwa 50 Teilnehmern führte. Medienberichten zufolge mussten bis zu 150 Triathleten ihr Rennen unterbrechen. Das Profifeld war von diesem Vorfall nicht betroffen, und es gab keine Berichte über Verletzte. Die Polizei war zur Überprüfung der Strecke vor Ort, äußerte sich jedoch nicht zu den Hintergründen, die in der Öffentlichkeit zu Spekulationen über mögliche Sabotage führten.
Bereits vor dem Rennen gab es Diskussionen über die Radstrecke, insbesondere in den Bereichen Bergedorf und Kirchwerder. Diese Bedenken tauchten auf, nachdem ein Unfall bei der Männer-EM vor drei Jahren tödliche Folgen hatte. Um die Sicherheit zu erhöhen, war die Strecke in der Folge verändert worden. Durch Anwohnerbeschwerden wurden jedoch einige Abschnitte wieder in beide Richtungen geöffnet, was die Sicherheitsbedenken erneuert.