Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat die Pläne der Bundesregierung für ein neues Heizungsgesetz entschieden kritisiert. In der ntv-Sendung „Blome & Pfeffer“ äußerte sie Bedenken gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und warf ihnen vor, kein Interesse an Klimaschutz zu haben.
Neubauer bezeichnete den Gesetzentwurf als problematisch, da er deutsches und europäisches Recht unterlaufe. Ihrer Ansicht nach sei es unmöglich, sowohl Klimaziele als auch EU-Vorgaben für die Gebäudeeffizienz mit diesem Gesetz zu erreichen. Sie warf der Union vor, im Sinne ihrer fossilen Ideologie rechtsstaatliche Prinzipien zu missachten, was ihrer Meinung nach sowohl ökologisch als auch demokratisch bedenklich sei.
Neubauer warnte zudem vor langfristigen Konsequenzen für künftige Generationen. Sie erklärte, dass viele Menschen zwar ein Interesse an Wärmepumpen haben könnten, dennoch würden „Millionen“ von ihnen weiterhin auf fossile Heizsysteme setzen. Diese Strukturen könnten in der Zukunft zu einer Verantwortungslosigkeit führen, da diejenigen, die dann aktiv werden möchten, mit einem nicht klimaneutralen Land konfrontiert seien. Ihre Meinung nach sei die Hoffnung, fossile Heizsysteme später einfach durch andere Energieträger zu ersetzen, unrealistisch.
Auch zur Rolle der SPD äußerte sich Neubauer kritisch und nannte es eine Tragödie, sollte diese den vorgelegten Weg unterstützen. Es sei zwar populär, den Menschen keine verbindlichen Vorgaben zu machen, doch führe dies dazu, dass die Verantwortung auf kommende Generationen abgewälzt werde. Dies bezeichnete sie als ungerecht.