Manuel Neuer, der Torwart des FC Bayern München, hat nach dem letzten Bundesliga-Spieltag angedeutet, dass ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft für die bevorstehende Weltmeisterschaft nicht ausgeschlossen ist. „Für mich ist das heute kein Thema“, erklärte der 40-Jährige nach dem 5:1-Sieg gegen den 1. FC Köln. Er betonte, dass die Feierlichkeiten zur Meisterschaft im Vordergrund stünden, und er sich auf das bevorstehende DFB-Pokal-Finale konzentriert.
Zuvor gab es Spekulationen über Neuers mögliche Rückkehr ins Nationalteam unter Bundestrainer Julian Nagelsmann. Neuer erklärte, dass in den Tagen vor dem Spiel keine Kommunikation mit dem Trainer stattfand. „Wir haben das ganze Jahr über Kontakt gehabt, aber aktuell gab es nichts Besonderes“, so Neuer weiter.
Lothar Matthäus, Sky-Experte, interpretiert Neuers Aussagen dahingehend, dass die Chancen auf einen WM-Einsatz gestiegen seien. „Für mich ist es eher ja als nein“, sagte Matthäus und bezeichnete Neuer als den besten deutschen Torhüter.
Im besagten Bundesliga-Spiel wurde Neuer nach einer Stunde für den Ersatzmann Jonas Urbig ausgewechselt, um kein Risiko mit Blick auf das DFB-Pokalfinale einzugehen. Er hatte leichte Beschwerden in der Wade gespürt und wollte auf Nummer sicher gehen.
Neuer verlängerte kürzlich seinen Vertrag beim FC Bayern bis zum Sommer 2027 und war von der WM 2010 bis zur EM 2024 der erste Torhüter der deutschen Nationalmannschaft. Nach seinem Rücktritt aus der Nationalelf vor zwei Jahren, in der Annahme, dass Marc-André ter Stegen die Nummer eins bleibt, musste ter Stegen verletzungsbedingt in der Qualifikation verzichten. In der Folge übernahm Oliver Baumann als Nummer eins. Neuer hat mit 124 Länderspielen den Rekord für die meisten Einsätze eines deutschen Torwarts inne und gewann 2014 die Weltmeisterschaft.