Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump scharf für dessen Vorgehen im Iran-Krieg kritisiert. Merz bezeichnete Trumps Aktionen als eine „massive Eskalation“ mit ungewissem Ausgang. Dies äußerte der Kanzler auf dem „F.A.Z.-Kongress 2026“ und hinterfragte, ob ein Regime-Change im Iran wirklich das Ziel der US-Politik sei, da vergangene Versuche dieser Art oftmals gescheitert seien.
Trumps Angriffe auf Deutschland beziehen sich auf die ausbleibende Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus. Der US-Präsident bezeichnete eine Aussage des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius als „unangemessen“, die darauf hinwies, dass es sich nicht um den Krieg Deutschlands handle. Dies geschah während einer Kabinettssitzung, in der Trump die Führung Deutschlands direkt ansprach.
Die Spannungen zwischen den beiden Ländern nehmen zu, was sich nicht nur in Worten, sondern auch in der geopolitischen Haltung widerspiegelt. In diesem Kontext betont Merz die Gefahr, die von einer Eskalation im Iran ausgeht, und appelliert an die Notwendigkeit einer deeskalierenden Herangehensweise.