Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine bei einem Besuch in Kiew weitere Unterstützung zugesagt und Russlands Präsident Wladimir Putin aufgefordert, den Krieg zu beenden. Vor der Ruine der Akademie der Wissenschaften sagte Merz: „Herr Putin, hören Sie diesen sinnlosen Krieg auf!“
Während des Aufenthalts heulten in Kiew erneut Luftalarmsirenen. Russland setzte seine Luftangriffe nach ukrainischen Angaben auf Kiew und andere Teile des Landes fort.
Auf der Nordbrücke über den Dnipro kam es nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko erneut zu einem Einschlag. Klitschko sprach von zwei Verletzten.
Deutschland will nach Angaben aus der Reisebegleitung in Kürze Tausende Abfangdrohnen liefern. Zudem sollen eine Milliarde Euro aus bereits bewilligten Haushaltsmitteln für die Produktion weitreichender Waffen freigegeben werden. Weitere 350 Millionen Euro sind für die Reparatur und den Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke vorgesehen.
Merz wurde bei dem Besuch von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und zehn Unternehmern aus den Bereichen Rüstung und Energie begleitet. Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Deutschland nach Angaben der Quelle für die „konsequente Führungsstärke“ beim Schutz der ukrainischen Bevölkerung.
Es war der vierte Besuch eines deutschen Kanzlers in der Ukraine seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022.
