Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU, und Markus Söder, der CSU-Vorsitzende, haben am Mittwoch Thorsten Frei für den Vorsitz der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde in einer Videokonferenz mit dem Fraktionsvorstand unterbreitet und den Fraktionsmitgliedern zur Abstimmung am 29. Juli vorgelegt.
Merz betonte, Frei habe einen maßgeblichen Anteil am bisherigen Erfolg der Regierungsarbeit und der Stabilität der Koalition. Er bezeichnete ihn als zentralen Akteur in den „Reformerfolgen der letzten Wochen“. Frei, der „aus der Mitte der Fraktion“ komme, sei geeignet, das Zusammenspiel zwischen Parlament, Koalitionspartner und Bundesregierung zu optimieren.
Söder unterstützte den Vorschlag und hob hervor, dass Frei in der Vergangenheit positive Erfahrungen im Kanzleramt und als Parlamentarischer Geschäftsführer gesammelt habe. Merz würdigte den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn, der in einer kritischen Zeit die Fraktion „zielstrebig, zuverlässig und erfolgreich“ aufgebaut habe.
Spahn war am Samstag nach massiver Kritik zurückgetreten. Grund waren Vorwürfe hinsichtlich seiner Einanspruchnahme einer Leihmutterschaft in den USA, die im Kontrast zu früheren politischen Positionen standen.