Der mutmaßliche Täter eines Angriffs während des Berliner Christopher Street Day (CSD) hat offenbar mit einer Stichwaffe Polizisten angegriffen, was zu einem tödlichen Polizeieinsatz führte. Die Berliner Polizei gab an, dass der Verdächtige am Samstagabend, gegen 18:00 Uhr, in einer Kleingartenanlage in Spandau lokalisiert wurde. Bei seinem Angriff auf die Einsatzkräfte schoss ein Spezialeinsatzkommando (SEK) auf ihn. Trotz sofortiger Reanimationsversuche durch die Berliner Feuerwehr starb der Mann noch am Einsatzort.
Im Zusammenhang mit dem CSD kam es zuvor zu einem schwerwiegenden Vorfall: Ein Auto fuhr in eine Menschenmenge, was eine Tote und 29 Verletzte zur Folge hatte. Die Verletzten befinden sich nach Angaben der Polizei nicht mehr in Lebensgefahr. Der Fahrer des Fahrzeugs floh nach dem Vorfall und soll anschließend auch Passanten mit einer Machete angegriffen haben. Dies bestätigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft erklärte, dass sich der 29-jährige Täter in den vergangenen Monaten radikalisiert habe. Er habe mehrfach versucht, sich der Terrorgruppe Islamischer Staat im Ausland anzuschließen. Im Mai wurde er wegen anderer Delikte zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Gegen das Urteil legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein. Der Mann war deutscher Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund.