Die Spekulationen um ein mögliches Comeback von Manuel Neuer in der Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft 2026 sind nach einem Bericht des Fachmagazins „Kicker“ Gegenstand interner Diskussionen. Diese Gespräche seien intensiver und kontroverser als die offiziellen Aussagen von Bundestrainer Julian Nagelsmann vermuten lassen. Sowohl Nagelsmann als auch Neuer hatten zuvor eine Rückkehr für die WM vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko nahezu ausgeschlossen. Neuer betonte in einem Interview: „Es wird die Weltmeisterschaft geben, aber ich bin jetzt gar nicht da drin und schaue das entspannt von außen.“ Nagelsmann ergänzte, dass Neuer freiwillig aus der Nationalmannschaft zurückgetreten sei.
Trotz dieser offiziellen Positionen wird das Thema innerhalb der Fußballszene stark erörtert, insbesondere da Neuer in dieser Saison bei Bayern München konstant gute Leistungen gezeigt hat. Das Augenmerk liegt nun darauf, ob Neuers Name möglicherweise auf der vorläufigen Liste von 55 Spielern steht, die der DFB am Montag der FIFA übermitteln musste. Der endgültige Kader von 26 Spielern wird am 21. Mai bekannt gegeben.
Neuer hatte 2024 nach der Heim-Europameisterschaft seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Seitdem setzte Nagelsmann auf Marc-André ter Stegen als erste Wahl, dessen Einsatz jedoch durch Verletzungen eingeschränkt war. Aktuell ist Oliver Baumann als Nummer Eins für die WM vorgesehen. Eine Nominierung Neuers könnte für Baumann negative Folgen haben, was Ex-Weltmeister Sami Khedira in einem Interview anmerkte und die Problematik der Rückkehr diskutierte.