Der stellvertretende Präsident des Reservistenverbandes, Esra Limbacher, hat die Pläne von Verteidigungsminister Boris Pistorius zur Stärkung der Reservistenpflicht verteidigt. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ bezeichnete Limbacher den Vorschlag als wichtiges Signal für die Sicherheit Deutschlands.
Limbacher betonte, dass der Einsatz von Reservisten ein Dienst an der Gesellschaft sei und keinesfalls als Privatvergnügen aufgefasst werden dürfe. Er kritisierte das bestehende doppelte Freiwilligkeitsprinzip, das dazu führe, dass im Ernstfall keine verlässliche Planung möglich sei. Um die Einsatzbereitschaft der Reserve sicherzustellen, seien klare Verpflichtungen in Zusammenhang mit Übungen und Ausbildung notwendig.
Die anhaltend angespannte sicherheitspolitische Lage erfordere eine Reserve, die über freiwillige Einsätze hinaus verlässlich organisiert sei. Limbacher unterstrich die Bedeutung der Reservisten innerhalb der deutschen Sicherheitsarchitektur und wies darauf hin, dass nur durch verbindliche Regelungen eine starke und einsatzfähige Reserve aufgebaut werden könne.