Die ehemalige Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Ricarda Lang, hat von der Bundesregierung Maßnahmen zur finanziellen Entlastung der Bürger gefordert. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sprach sich Lang für eine sofortige Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf null aus. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die finanziellen Belastungen der Bürger in der aktuellen wirtschaftlichen Lage spürbar zu reduzieren.
Neben der Steuerbefreiung auf Nahrungsmittel plädierte Lang auch für die Wiedereinführung des Neun-Euro-Tickets. Zudem forderte sie ein Recht auf Homeoffice, um insbesondere die Belastungen durch hohe Kraftstoffpreise zu verringern. Die Finanzierung dieser Vorschläge möchte Lang teilweise durch eine Übergewinnsteuer sichern, die Unternehmen betreffen soll, die von der aktuellen Krisensituation profitieren. In diesem Kontext nannte sie insbesondere Ölkonzerne, die ihrer Meinung nach stärker zur Kasse gebeten werden sollten. Lang argumentierte, dass die Einnahmen aus dieser Steuer zur Entlastung derjenigen genutzt werden sollten, die beruflich auf ihre Autos angewiesen sind.
Lang warnte, dass die Bundesregierung die Auswirkungen des aktuellen Konflikts im Nahen Osten nicht ausreichend erkannt habe und kritisierte die bisherigen Maßnahmen als zu punktuell.