Russland hat 24 philippinische Staatsbürger freigelassen, die seit etwa neun Monaten in der Stadt Irkutsk ohne Anklage festgehalten wurden. Die Freilassung fand nach einem Treffen zwischen dem philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin statt. Marcos hatte die Angelegenheit während seines Besuchs in Russland angesprochen, wo er an den Feierlichkeiten zum 35. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen ASEAN und Russland teilnahm.
Die Rückkehr der betroffenen Personen nach Manila erfolgte am Sonntag, empfangen von Außenministerin Theresa Lazaro. Diese Reise fand im Rahmen des Vorsitzes der Philippinen im ASEAN-Verbund statt. Marcos äußerte, dass Putin über die Situation der Inhaftierten informiert wurde und versprach, die Angelegenheit zu prüfen. Er berichtete, dass Putin ihm mitgeteilt habe, den Philippinern werde kein Fehlverhalten vorgeworfen.
Nach Aussagen philippinischer Beamter könnte es sich bei den Inhaftierten um Opfer illegaler Arbeitsvermittlung handeln. Diese wurden vermutlich aufgrund mutmaßlicher Verstöße gegen das Einwanderungsrecht festgenommen. Insgesamt leben rund 15.000 Philippiner in Russland. Diese Entscheidung zur Freilassung wurde als überraschend schnell angeführt, nachdem Marcos die Notlage der Inhaftierten zur Sprache brachte.