Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat seine Bereitschaft zu einem TV-Duell mit dem AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund signalisiert. In einem Interview mit der Funke-Mediengruppe erklärte Schulze, dass er keine Bedenken habe, sich in geeigneten Veranstaltungen, einschließlich eines TV-Duells, der AfD zu stellen. Er äußerte jedoch, dass der Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen sei, da momentan andere Themen im Vordergrund stünden. Für möglicherweise geeignete Monate nannte er August und September, da die Landtagswahl am 6. September stattfinden wird.
Schulze äußerte Skepsis gegenüber den wirtschaftlichen Konzepten der AfD und stellte fest, dass die Partei die tatsächlichen Herausforderungen in der Wirtschaft nicht erkannt habe. Seiner Ansicht nach seien einfache Lösungsansätze, wie das Ausweisen von Ausländern, nicht zielführend. Dies könne im Extremfall zur Schließung von Krankenhäusern führen.
Im Umgang mit Siegmund betonte Schulze einen professionellen Kontakt im Parlament, ohne persönliche Freundschaften. Er habe keine enge Beziehung zu Siegmund, sondern halte einen respektvollen Umgang für selbstverständlich. Der Ministerpräsident machte deutlich, dass weder AfD- noch Linke-Politiker in seinem Kabinett vertreten sein werden.
Zudem warnte Schulze vor der Versuchung, die Landtagswahl als Abrechnung mit der Bundesregierung zu nutzen. Er hob hervor, dass es bei der Wahl darum gehe, die künftige Regierung Sachsen-Anhalts zu wählen. Schulze kündigte an, dass er auch kritische Ansichten zu bundespolitischen Entscheidungen offen äußern werde, was von vielen Bürgern geschätzt werde.