Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat sich entschieden gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ausgesprochen. In Interviews mit den Sendern RTL und ntv äußerte sie, dass eine solche Erhöhung „Gift“ sei und sie diese klar ablehne. Schwesig betonte, dass viele alltägliche Produkte bereits zu teuer seien, während viele Arbeitnehmer durch hohe Mieten sowie gestiegene Preise für Lebensmittel und Kraftstoffe unter Druck stünden.
Um die steuerliche Belastung für die Bürger zu verringern, schlug sie vor, die Einkommensteuer für Verdienste bis zu 3.000 Euro zu senken. Gleichzeitig sprach sie sich dafür aus, den Spitzensteuersatz erst ab einem höheren Einkommen anzuwenden, damit wohlhabende Steuerzahler stärker zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben beitragen. In diesem Kontext kritisierte sie den CSU-Vorsitzenden Markus Söder, der einem höheren Spitzensteuersatz eine Absage erteilt hatte. Laut Schwesig sollten diejenigen, die Reformen forderten, nicht pauschal gegen Vorschläge stimmen.
Die Diskussion um Steuersenkungen und die Besteuerung von Einkommen ist vor dem Hintergrund einer anhaltenden Inflation und den steigenden Lebenshaltungskosten von großer Relevanz. Damit ruft Schwesig nicht nur zur Entlastung der breiten Masse auf, sondern thematisiert auch die Notwendigkeit einer gerechten Steuerreform.