CSU-Chef Markus Söder hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen außenpolitisches Engagement gelobt und bezeichnete ihn als „unseren Trumpf bei Trump“. Diese Äußerungen tätigte Söder am Samstag auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart.
Der bayerische Ministerpräsident betonte, Merz bringe neue Hoffnung und Stärke für Europa. Söder lobte die Führungsqualitäten des Kanzlers und erklärte, Deutschland benötige einen klaren „Kompass“ in unsicheren Zeiten.
Gleichzeitig kritisierte Söder die Außenpolitik der vorherigen Ampel-Koalition. Diese sei seiner Meinung nach zu belehrend und moralisch gewesen. Er forderte eine stärkere Interessenvertretung für Deutschland und Europa und äußerte sich negativ gegenüber der politischen Linken, die er als „anti-amerikanistisch“ bezeichnete. Söder warf der Linken Doppelmoral vor, insbesondere im Hinblick auf ihre frühere Haltung zum Freihandelsabkommen TTIP mit den USA.
Darüber hinaus hob der CSU-Chef die enge Zusammenarbeit mit der CDU hervor und lobte die Geschlossenheit in der Union. In Bezug auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg forderte er einen „Neuanfang“ und wandte sich gegen die aktuellen Koalitionen. Söder erklärte, dass der „ganze Ampel-Quatsch“ in Rheinland-Pfalz beendet werden müsse und forderte, dass Schwarz in Baden-Württemberg wieder vor Grün stehen sollte.