Jens Spahn, der Fraktionschef von CDU/CSU im Bundestag, hat die Koalitionspartner Union und SPD aufgerufen, Kompromisse einzugehen. Auf einem CDU-Parteitag in Stuttgart erklärte er, die Zusammenarbeit beider Parteien sei unerlässlich und bezeichnete dies mit dem Wort „Muss“. Spahn betonte, dass trotz der Schwierigkeiten die Koalition zu Erfolgen verpflichtet sei und es notwendig sei, diplomatische Lösungen zu finden.
Seine Erfahrung zeige, dass durch Gespräche und das Zusammensetzen der Parteien auch substanzielle Kompromisse erreicht werden können. Dabei wies er darauf hin, dass es keine realistischen Alternativen zu einer Zusammenarbeit mit der SPD gebe. Er sprach über die „Fliehkräfte“ von links und rechts und stellte die Frage nach möglichen Alternativen.
Aktuelle Umfragen zur Bundestagswahl zeigen, dass die Koalition von Union und SPD allein keine Mehrheit erreicht. Mit den Grünen zusammen kann jedoch eine Mehrheit gebildet werden. Eine Zusammenarbeit mit den Oppositionsparteien AfD und Linke wird von der CDU ausgeschlossen. Bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt könnte es zu Situationen kommen, in denen weitere Regierungsmehrheiten ohne die AfD und Linke nicht möglich sind.