Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat weltweit die deutsche Haltung zu Israel verteidigt, nachdem Deutschland seinen Antrag auf einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat nicht erfolgreich durchsetzen konnte. In einem Interview der ARD äußerte Spahn, dass Deutschland weiterhin eine wichtige Unterstützung für Israel leisten wolle und akzeptiere, wenn dies zu einer negativen Wahlentscheidung durch andere Staaten führe.
Spahn bezeichnete Israel als Partnerstaat und betonte die historische sowie aktuelle Verbundenheit Deutschlands mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Die gescheiterte Bewerbung Deutschlands um den UN-Sitz habe Kritik ausgelöst, insbesondere die Wahrnehmung, dass die Bundesregierung in Bezug auf Israels Aktionen im Gaza-Konflikt nicht ausreichend kritisch sei.
Zusätzlich verteidigte Spahn die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Reform der Pflegeversicherung. Er beschrieb die Initiative als notwendigen Schritt und hob hervor, dass die Pflegeversicherung mit einem milliardenschweren Defizit konfrontiert sei. Spahn wies darauf hin, dass die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten von zwei Millionen auf sechs Millionen gestiegen sei.
Auf die Frage, ob er eines Tages im Kanzleramt tätig sein könne, erklärte Spahn, dass er mit seinem aktuellen Amt als Fraktionsvorsitzender zufrieden sei. Er fühle sich im Parlament, als dem „Herz der Demokratie“, wohl und schätze seine Rolle dort. In Bezug auf die Lage des Landes äußerte er, dass er gut schlafe, obwohl ihn die Zustände besorgten.