Die SPD hat eine Übergangsfrist von fünf Jahren bei der Abschaffung der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren gefordert. Dies wurde von der sozialpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Annika Klose, am 6. Juli 2026 in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erläutert. Klose betonte, dass viele Bürger besorgt seien, da sie ihre Lebensplanung auf diese Regelung ausgerichtet hätten. Sie wies darauf hin, dass eine Übergangsfrist zwischen zwei und fünf Jahren möglich sei, ihre Präferenz jedoch bei der längeren Frist von fünf Jahren liege, um den Betroffenen gerecht zu werden.
Klose, die auch Mitglied der Rentenkommission ist, erklärte, dass einige Menschen bereits Verträge zur Altersteilzeit abgeschlossen hätten, die über mehrere Jahre hinweg laufen. Der CDU-Politiker Pascal Reddig, Vorsitzender der Jungen Gruppe der Unionsfraktion, hatte dagegen eine schnellere Regelung gefordert und eine Frist von fünf Jahren als zu lang erachtet. Klose konterte, dass die Lebensrealität der Menschen berücksichtigt werden müsse, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Reform zu gewährleisten.
Die Rentenkommission empfiehlt die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren. Zukünftig soll es nur noch in Härtefällen möglich sein, vorzeitig ohne Abschläge in den Ruhestand zu gehen, wobei dies einer individuellen Gesundheitsprüfung unterliegen wird. Diese Vorschläge müssen rechtlich präzisiert werden.
Klose legte dar, dass die genaue Ausgestaltung der Härtefallregelung entscheidend sei, um die Zustimmung innerhalb ihrer eigenen Partei zu gewinnen. Sie empfahl, dass der erste Schritt bei der Gesundheitsprüfung über den regulären Hausarzt erfolgen könnte, gefolgt von einer Beurteilung durch einen Gutachter der Deutschen Rentenversicherung.