Der britische Premierminister Keir Starmer hat weiterhin einen Rücktritt ausgeschlossen. In einer Pressekonferenz am Montag in London erklärte er, das Amt des Premierministers „nicht aufgeben“ zu wollen. Starmer sagte, er glaube nicht, dass Großbritannien unregierbar sei. Die jüngste Niederlage seiner Labour-Partei bei den Regionalwahlen, bei der sie nahezu 1.500 Mandate verlor, sei für ihn „sehr hart“ gewesen, und er übernehme die Verantwortung dafür.
Starmer betonte, dass es nicht nur um die Verantwortung für die Wahlergebnisse gehe, sondern auch darum, wie die Partei als politische Kraft künftig besser auftreten könne. In diesem Zusammenhang schloss er nicht aus, dass Labour das Vereinigte Königreich erneut in den EU-Binnenmarkt oder die Zollunion führen könnte. Er plane, im Sommer mit einem „EU-Großbritannien-Gipfel“ wesentliche Fortschritte in den Bereichen Handel, Wirtschaft, Verteidigung und Sicherheit zu erzielen.
Die Kommunalwahlen in der vergangenen Woche hatten insbesondere der Reform UK von Nigel Farage mehrere Erfolge beschert, nachdem diese seit ihrer Gründung als Brexit-Partei an Zulauf gewonnen hat. Starmer sieht sich auch im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre unter Druck, da Verbindungen zu dem ehemaligen britischen US-Botschafter Peter Mandelson thematisiert werden. Trotz dieser Herausforderungen bleibt er fest entschlossen, sein Ministeramt zu behalten.