SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner hat den Besuch des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder bei der Geburtstagsfeier von Russlands Präsident Wladimir Putin verteidigt. Stegner sagte dem „Tagesspiegel“, Schröder sei als Privatmann nach Russland gereist.
Stegner begründete das mit Schröders Zugang zu Putin. Der Altkanzler gehöre zu den wenigen Menschen, die diesen Zugang hätten, und der müsse genutzt werden.
„Der Privatmann Gerhard Schröder macht viele Dinge, die man kritisch sehen kann. Aber: Schröder war privat bei Herrn Putin“, sagte Stegner. Zugleich erklärte er, Schröder sei gegen den Krieg und werde Putin bestimmt nicht dazu ermuntert haben, den Krieg fortzusetzen.
Schröder war bei Putins Geburtstagsfeier in Russland anwesend. Der Auftritt löste Kritik aus.
Stegner sagte weiter, wenn der Besuch dem Frieden auch nur „einen Millimeter“ gedient habe, sei er ein Erfolg gewesen.
Der Text verweist zudem auf Schröders langjährige persönliche und wirtschaftliche Verbindungen zu Russland. Nach Angaben des Beitrags unterhielt er seit seiner Amtszeit von 1998 bis 2005 enge Kontakte zu Putin und war später in leitenden Funktionen russischer Energieunternehmen tätig.
