Ein Arbeiter in orangefarbener Warnkleidung arbeitet an einem Gleis mit Betonschwellen und Schienen.

Union unterstützt Bilgers Plan zur gestreckten Korridorsanierung

Oktober 10, 2026
1 min. lesezeit

Die Union unterstützt die neuen Pläne von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und der Deutschen Bahn, die Korridorsanierungen zeitlich zu strecken und zunächst deutlich weniger Strecken zu modernisieren.

Anlass für die Anpassung sind nach Angaben von Unionsfraktionsvize Stephan Stracke (CSU) unter anderem die Erfahrungen mit der Strecke Hamburg-Berlin. Stracke sagte der „Rheinischen Post“: „Bei den Korridorsanierungen mussten wir feststellen, dass Wunsch und Wirklichkeit nicht zusammenpassen, zuletzt bei der Strecke Hamburg-Berlin“.

Die Sanierung des deutschen Schienennetzes bleibt nach der Meldung dringend. Nach Unterlagen der DB InfraGO nahm der Investitionsrückstau 2024 um 6,9 Milliarden Euro und 2025 um weitere 2,6 Milliarden Euro zu.

Auf der Strecke zwischen Lehrte und Berlin laufen bereits Arbeiten, die bis Dezember 2027 dauern sollen. Dort werden unter anderem Gleise, Weichen, Oberleitungen sowie Leit- und Sicherheitstechnik erneuert.

Stracke sagte, das Konzept müsse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Ziel sei der Erfolg der Sanierungen, nicht Ernüchterung.

Nach seiner Darstellung sollen Bauzeiten künftig realistischer geplant und eingehalten werden. Auch die Organisation von Ersatzverkehren müsse verlässlich funktionieren.

Die zeitliche Streckung könne dazu beitragen, dass diese Anforderungen besser erfüllt werden.

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