Jan van Aken, der Vorsitzende der Linken, übte scharfe Kritik am Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und bezeichnete es als „Sozialraub“. Van Aken machte seine Äußerungen in einem Interview mit der Rheinischen Post, in dem er die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro in Warkens Kürzungspaket als unzureichend bezeichnete.
Er forderte eine Abschaffung dieser Grenze und plädierte dafür, dass alle Versicherten, einschließlich Selbstständiger, Politiker und Beamte, in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen sollten. Van Aken äußerte zudem, dass die Lasten der Reform nicht von den Versicherten getragen werden sollten, während reiche Individuen in private Versicherungen wechseln könnten.
Das von Warken initiierte „Beitragssatzstabilisierungsgesetz“ kritisierte er als wenig hilfreich, da es die Kosten für Leistungen wie Medikamente und Zahnersatz erhöhen würde. Van Aken betonte die Notwendigkeit eines solidarischen Systems, in das alle einzahlen, um die Belastungen für die arbeitenden Menschen zu verringern.