Vereinigte Arabische Emirate treten aus der Opec und Opec+ aus

Vereinigte Arabische Emirate treten aus der Opec und Opec+ aus

April 28, 2026
1 min. lesezeit

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) treten mit Wirkung zum 1. Mai 2026 aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) sowie dem weiteren Bündnis Opec+ aus. Dies gab die Regierung in Abu Dhabi bekannt. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem innerhalb der Opec bereits frühere Spannungen über Fördermengen und Produktionsquoten bekannt waren. Analysten weisen darauf hin, dass die Emirate mit diesem Austritt ihre Produktionskapazitäten besser ausschöpfen und nationale Interessen verfolgen wollen.

Die Opec wurde 1960 gegründet, um die Ölproduktion und -preise zu kontrollieren, und umfasst derzeit 12 Mitglieder. Nach dem Austritt der Emirate besteht das Kartell lediglich noch aus 11 Staaten. Experten schätzen, dass der Austritt der VAE kurzfristig zu Gewinnen führen könnte, indem die emiratische Ölproduktion “entfesselt” wird, was jährlich zusätzliche Einnahmen von bis zu 50 Milliarden US-Dollar bringen könnte.

Die Reaktion der Märkte auf die Ankündigung war anfänglich von einem Rückgang der Ölpreise geprägt, der jedoch schnell wieder neutralisiert wurde. Ökonomen äußern, dass der Schritt der VAE auf das zukünftige Angebot am Ölmarkt hinweist, insbesondere wenn die Verkehrssituation in der Straße von Hormus sich stabilisiert.

Saudi-Arabien, der führende Produzent innerhalb der Opec, könnte durch den Austritt der Emirate an Einfluss verlieren. Die beiden Länder, die zuvor als Verbündete auftraten, scheinen sich zunehmend als Rivalen zu positionieren, was sich auch in den aktuellen Konflikten im Jemen und im Sudan zeigt.

Für die USA wird die Ankündigung sowohl Risiken als auch Chancen bergen. Während ein höheres Ölangebot möglicherweise zu sinkenden Benzinpreisen führen könnte, besteht die Gefahr, dass die Preise unter ein Niveau fallen, bei dem die US-Ölförderung nicht mehr rentabel ist. Diese Entwicklungen könnten weitreichende Auswirkungen auf die globale Energiepolitik haben.

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