Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Leitung von sieben deutschen Botschaften in der Besoldungsstufe B9 neu besetzt. Die Änderungen betreffen die Botschaften in Tel Aviv, Moskau, Mexiko-Stadt, Madrid, Peking, Neu-Delhi und Brasilia. Diese Personalrochade wurde am Mittwoch in einer Kabinettssitzung beschlossen.
Laut Berichten des „Spiegel“ wechselt Alexander Graf Lambsdorff von seiner derzeitigen Position als Botschafter in Moskau nach Tel Aviv. Dort wird er Steffen Seibert ablösen, der nach Erreichen des Regelruhestands aus dem Dienst ausscheidet. Lambsdorff bringt umfangreiche diplomatische Erfahrungen mit, darunter frühere Einsätze in Tel Aviv, Peking und Tokio. Den Posten in Moskau wird Clemens von Goetze übernehmen, der zurzeit in Mexiko-Stadt tätig ist.
Die Botschafterin in Madrid, Maria Margarete Gosse, wird in Mexiko-Stadt die Nachfolge von von Goetze antreten. Heiko Thoms, der erst im Sommer als Botschafter in Kiew berufen wurde, wird die Leitung der Botschaft in Madrid übernehmen. Diese Abordnung hatte sich aus einer größeren Rotation von Positionen ergeben. Die Nachfolge in der Ukraine steht zurzeit noch zur Entscheidung an.
In Neu-Delhi wird Jasper Wieck, derzeit im Bundesverteidigungsministerium tätig, die Position des Botschafters von Philipp Ackermann übernehmen, der nach Peking wechselt. Wieck war bereits von 2017 bis 2020 als stellvertretender Botschafter in Indien aktiv. Patricia Flor, vorherige Botschafterin in Peking, wird künftig die deutsche Botschaft in Brasilia leiten. Sie folgt auf Bettina Cadenbach, die ebenfalls in den Ruhestand geht.
Im Auswärtigen Amt betonte man, dass solche Personalwechsel turnusgemäß jeden Sommer im Einklang mit dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen erfolgen. Derartige Versetzungen verlangen das Einverständnis des Gastlandes, bevor offizielle Ankündigungen gemacht werden können.