Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat der Linkspartei eine zunehmende Radikalisierung vorgeworfen. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ äußerte Wegner, dass die Äußerungen des neuen Linken-Chefs Luigi Pantisano symptomatisch für eine Partei seien, die sich seit Jahren immer weiter von einem demokratischen Diskurs entferne.
Wegner kritisierte insbesondere Pantisanos Vergleich zwischen der CDU und der AfD, wodurch er den „Boden einer ernsthaften politischen Auseinandersetzung“ verlasse. Er betonte, dass eine solche Gleichsetzung Ausdruck des Zustands der Linkspartei sei, die auch in ihren eigenen Reihen „Antisemiten und Polizeihasser“ dulde.
Der Regierende Bürgermeister forderte zusätzlich die SPD und die Grünen auf, sich klar von der Linkspartei zu distanzieren. Er stellte die Frage, wo deren „eigene Brandmauer gegen politischen Extremismus“ stehe.
Pantisano hatte in einem Interview mit der „Bild“ die CDU scharf angegriffen und erklärt, dass es keinen Unterschied zwischen der CDU, die seiner Meinung nach „faschistische Politik“ macht, der AfD oder den Faschisten selbst gebe.