Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den jüngsten Kabinettsbeschluss zur Kraftwerksstrategie als bedeutenden Schritt für die Energieversorgung des Landes gewertet. In einem Statement gegenüber der „Rheinischen Post“ betonte Wüst, dass das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz für NRW entscheidend sei, um die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Laut Wüst ist es für ein Industrieland von zentraler Bedeutung, dass neue, gesicherte Kraftwerkskapazitäten rechtzeitig zur Verfügung stehen, um selbst in Zeiten niedriger Solar- und Windenergieerzeugung eine verlässliche Stromversorgung zu gewährleisten. Er sieht den geplanten Beginn der ersten Ausschreibungen im Jahr 2026 als einen positiven Aspekt und unterstrich, dass die Anforderungen so gestaltet werden müssen, dass tatsächlich zuverlässige Backup-Kapazitäten geschaffen werden können.
Die Kraftwerksstrategie sieht den Bau neuer Gaskraftwerke vor, die als Backup-Anlage zu den erneuerbaren Energien dienen sollen. Wüst forderte zusätzlich steuerbare Kraftwerke, um die industrielle Produktion, den Wohlstand und die Schaffung sicherer Arbeitsplätze dauerhaft abzusichern. Er hob hervor, dass eine zügige parlamentarische Verabschiedung sowie die schnelle Umsetzung der Maßnahmen wichtig seien, um den benötigten Investitionen in neue Kraftwerkskapazitäten Planungs- und Rechtssicherheit zu bieten.
Die Landesregierung plane, die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, um den notwendigen Aufbau neuer gesicherter Leistung in Deutschland nicht weiter zu verzögern. Wüst stellte klar, dass Investoren auf Verlässlichkeit angewiesen sind, um die erforderlichen Kraftwerksprojekte zeitnah anzustoßen.