Roland Garros 2025 French Open – Swiatek folgt Sabalenka ins Halbfinale
Wer ist weiter, wer ist raus? Alle News von Tag 10 beim Grand-Slam-Turnier in Paris aktuell und kompakt.
Siegemund scheidet auch im Mixed aus
In der zweiten Woche der French Open fallen die großen Entscheidungen traditionellerweise auf dem Court Philippe Chatrier, dem größten Platz der Anlage. Aber auch auf den anderen Plätzen wird noch eifrig Tennis gespielt – unter anderem von Doppel-Spezialistin Laura Siegemund. Leider mit schlechten Nachrichten. Nachdem die 37-Jährige am gestrigen Montag bereits mit Partnerin Beatriz Haddad Maia aus der Doppel-Konkurrenz ausgeschieden war, ist nun auch im Mixed Schluss.
Mit Partner Edouard Roger-Vasselin verlor Siegemund im Viertelfinale gegen das US-amerikanische Duo Taylor Townsend und Evan King in zwei Sätzen mit 3:6 und 4:6. Bitter dabei: In beiden Sätzen war es Siegemund, die ein am Ende entscheidendes Break kassierte.
Swiatek folgt Sabalenka ins Halbfinale
Eigentlich ist ja die US-amerikanische Stadt Chicago die „Windy City“, aber auch in der französischen Hauptstadt sind die Vorboten des Wetterumschwungs, der am Mittwochvormittag eintreten soll, schon an diesem Dienstag zu spüren. Auf dem Court Philippe Chatrier, auf dem man sich aufgrund der schieren Größe sowieso halb verlaufen kann, pfiff der Wind auch beim zweiten Match des Tages zwischen Iga Swiatek und Elina Svitolina ordentlich über den Platz. Für Tennisspieler ist das vor allem beim Aufschlag, genauer beim Ballwurf, äußerst unangenehm.
Schon Aryna Sabalenka kämpfte in ihrer Viertelfinal-Partie am Vormittag immer mal wieder mit dem Wind beim Ballwurf, der Polin Swiatek ging es da nicht anders. Was beide ab dem Nachmittag einte: eine Menge wiederholter Ballwürfe und ein Einzug ins Halbfinale. Denn auch Swiatek, sowieso ausgestattet mit einer absoluten Bierruhe, ließ sich trotz mancher Doppelfehler davon nicht beirren, war besonders beim 6:1 im ersten Satz in jedem entscheidenden Moment da und setzte sich dann auch im spannenden zweiten Satz mit 7:5 durch. Im Halbfinale treffen Swiatek und Sabalenka nun aufeinander. Vielleicht ja wieder „vom Winde verweht“.
Sabalenka ist die erste Halbfinalistin
Hawk Eye? Automatisches Aus-Rufen aus dem Lautsprecher? In Paris alles kein Thema. Die Turnierdirektoren bei den French Open setzen eisern weiter auf Linienrichter und Stuhl-Schiedsrichter, die knifflige Bälle entscheiden. Stichwort: Das haben wir immer schon so gemacht. Das bedeutet aber auch, dass Spieler und Spielerinnen eigenständig sagen können: „Tut mir leid, der war im Aus, ich spiele nicht weiter!“ Wie Qinwen Zheng in ihrer Viertelfinal-Partie am Dienstag gegen Aryna Sabalenka.
Die Chinesin hatte dabei aber drei Probleme: Es stand zu diesem Zeitpunkt aus ihrer Sicht 5:6 und 30:30, der Ball von Gegnerin Sabalenka an die Grundlinie war völlig harmlos – und, am blödesten, der Ball wurde von der Stuhl-Schiedsrichterin auch noch gut gegeben. Den Satzball konnte Zheng dann zwar abwehren, das Match verlor sie im Anschluss trotzdem. Den ersten Satz im Tiebreak, den zweiten dann mit 3:6. Und während die Weltranglistenerste Sabalenka, die in den wichtigen Punkten immer da war, damit im Halbfinale steht, sollte die Chinesin vielleicht noch einmal in sich gehen, wann man laufende Ballwechsel unterbricht – und wann nicht.