Dabei hatte Aue auch wegen seiner Ostclub-Affinität auf den 55-jährigen Härtel gesetzt. In Magdeburg (176 Spiele/1,78 Punkte im Schnitt) und Rostock (159 Spiele/1,58 Punkte) glänzte der gebürtige Sachse und führte beide Vereine aus der 3. Liga ins Bundesliga-Unterhaus. Härtels Bilanz in Aue erinnert nun eher an seine Zeit bei Eintracht Braunschweig. Bei den Norddeutschen war 2023 nach elf Spielen und nur einem Sieg wieder Schluss.
Dass Aue in der Rückrunde ein Abstiegskandidat geworden ist, liegt allerdings auch am nicht enden wollenden Verletzungs- und Krankheitspech. So fielen neben dem Langzeitverletzten Niko Vukancic, Marcel Bär und Can Özkan auch Mika Clausen (Sprunggelenksverletzung) und Linus Rosenlöcher (Magen-Darm-Virus) in Essen aus. Bei den angeschlagenen Omar Sijaric und Marvin Stefaniak reichte es zumindest für einen Kurzeinsatz.
Und die Lage wird nicht besser. In Essen verlor Aue nicht nur das Spiel, sondern auch drei Spieler. Maxim Burghardt (Knie), Erik Majetschak (Taubheitsgefühl im Sprunggelenk) und Maximilian Schmid (Bänder) mussten verletzt raus und treiben Aue und seinen Anhängern Schweißperlen auf die Stirn. Abwehrspieler Steffen Nkansah sagte nach der Niederlage in Essen bei SPORT IM OSTEN: „Wir müssen schleunigst Spiele gewinnen und aufpassen, dass wir die knappen Spiele nicht alle verlieren. Ich bin aber überzeugt, dass wir gegen jeden Gegner auch gewinnen können. Wir schaffen das.“