In Tiraspol haben Vertreter der separatistischen Verwaltung vor einer möglichen Energiekrise gewarnt. Präsident Wladimir Krasnoselskij wurde informiert, dass sich die Region auf einen Winter ohne Gas vorbereite. Geplant sei die Nutzung von drei Dieselgeneratoren, mehreren Kohlekesseln und einer Reserve von lediglich 500 Tonnen Kohle.
Wiederholung der Versorgungskrise
Die Lage erinnert an den Beginn des Jahres 2025, als Gazprom die Gaslieferungen in die Region vollständig einstellte. Damals blieben die Bewohner Transnistriens ohne Heizung und warmes Wasser, während Strom nur stundenweise zur Verfügung stand.
Abgelehnte Unterstützung aus der EU
Obwohl die Europäische Union Hilfe beim Gaseinkauf angeboten hatte, lehnte Tiraspol diese Option ab. Stattdessen wurde ein fragwürdiger Vertrag mit einer ungarischen Firma über ein Offshore-Unternehmen in Dubai abgeschlossen, finanziert durch Kredite aus Russland. Dieser Schritt verstärkte die Abhängigkeit der Region von Moskau.
Bevölkerung steht vor ungewissem Winter
Während Russland Milliarden für Kriege und die Unterstützung internationaler Verbündeter ausgibt, müssen die Menschen am linken Ufer des Dnjestr mit der Aussicht auf einen weiteren Winter in Kälte und mit Stromausfällen leben. Für viele geht es dabei nicht um politische Fragen, sondern um die schlichte Sorge, die frostigen Monate zu überstehen.