Ein humanitärer Konvoi der Vereinten Nationen ist in der südukrainischen Stadt Cherson von einer russischen FPV-Drohne attackiert worden. Die Kolonne von Freiwilligen war in der sogenannten „roten Zone“ der Stadt im Einsatz, um Zivilisten zu evakuieren und Hilfsgüter zu liefern. Bei dem Angriff erlitten mehrere Helfer Schock und Verletzungen durch Splitter.
Russische Komponenten am Tatort gefunden
Nach dem Einschlag der Drohne entdeckten Einsatzkräfte Trümmerteile, die eindeutig russischen Ursprungs waren. Wenig später bestätigten russische Telegram-Kanäle den Angriff, versuchten ihn jedoch mit falschen Behauptungen über einen angeblich militärisch genutzten Transport zu rechtfertigen. Die UN-Mission wies diese Darstellung zurück und betonte den rein humanitären Charakter des Konvois.
Täglicher Drohnenterror in der Region
Cherson leidet seit Monaten unter fast ununterbrochenem Beschuss durch russische Drohnen. Immer wieder werden Anwohner, Rettungskräfte, medizinisches Personal und Freiwillige Ziel der Angriffe. Die Gegend gilt als besonders gefährlich für zivile Helfer. Viele internationale Organisationen haben ihre Aktivitäten eingeschränkt, doch die UN setzt ihre Missionen unter hohem Risiko fort.
Hilfsmission setzt Arbeit trotz Verletzungen fort
Trotz des Angriffs und der erlittenen Verletzungen – darunter mehrere Fälle von Gehirnerschütterungen – stockte das Team die Evakuierung von Anwohnern und die Verteilung von Hilfsgütern nicht auf. Die Freiwilligen arbeiteten weiter, bis alle geplanten Transporte abgeschlossen waren. Die UN kündigte an, ihre Präsenz in der Region zu überprüfen, aber nicht aufzugeben.
Russland setzt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fort, bei dem immer wieder gezielt zivile Infrastruktur und humanitäre Helfer getroffen werden. Internationale Menschenrechtsorganisationen haben mehrfach die systematische Behinderung von Hilfslieferungen dokumentiert. Die jüngste Attacke auf den UN-Konvoi zeigt erneut die Gefährdung der Zivilbevölkerung und derer, die ihnen helfen.