11,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben in zu kleinen Wohnungen

11,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben in zu kleinen Wohnungen

Mai 11, 2026
1 min. lesezeit

Die Wohnraumsituation in Deutschland bleibt angespannt. Laut dem Statistischen Bundesamt lebte im Jahr 2025 ein erheblicher Teil der Bevölkerung, genauer gesagt 11,7 Prozent, in überbelegten Wohnungen. Dieser Wert stellt einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr dar, als 10,2 Prozent der Menschen von dieser Problematik betroffen waren.

Die Statistiker betonen, dass die Suche nach geeignetem und bezahlbarem Wohnraum für viele Bürger zunehmend schwieriger wird, insbesondere für jene, die mehr Platz benötigen. Besonders betroffen sind Familien mit Kindern sowie Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Letztere haben einen überdurchschnittlich hohen Anteil von 30,8 Prozent in überbelegten Wohnungen, während dies bei deutschen Staatsangehörigen lediglich 6,7 Prozent beträgt.

Zudem wohnen 17,6 Prozent der Familien mit Kindern in zu kleinen Wohnungen. Am stärksten betroffen sind Haushalte mit mindestens drei Kindern, bei denen der Anteil bei 32,1 Prozent liegt. Alleinerziehende sind ebenfalls in einem hohen Maße betroffen, während Erwachsene ohne Kinder nur zu 7,2 Prozent in überbelegten Bedingungen leben.

In städtischen Gebieten ist die Situation besonders kritisch: In großen Städten liegt der Anteil der überbelegten Wohnungen bei 16,9 Prozent, in ländlichen Gebieten hingegen nur bei 5,5 Prozent. Die Diskrepanz verdeutlicht den Druck auf den Wohnungsmarkt in urbanen Räumen.

Die Fachleute weisen darauf hin, dass die Unterbelegung von Wohnungen ebenfalls ein Problem darstellt. Schätzungen zufolge leben in ländlichen Regionen fast 35 bis 45 Prozent der Bevölkerung in überdimensionalen Wohnungen. Dieses Phänomen führt zusätzlich zu Spannungen auf dem Wohnungsmarkt.

In einem europäischen Vergleich ist die Wohnraumsituation in Deutschland noch relativ positiv. Im Durchschnitt liegt die Überbelegungsquote in der EU bei 16,8 Prozent, mit besonders hohen Werten in Ländern wie Rumänien und Lettland. Um der Wohnungsnot effektiv entgegenzuwirken, fordern Experten mehr Neubauten, da einfache Umverteilungen keine nachhaltige Lösung darstellen.

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