ADAC-Analyse: Spritpreise sinken nach Tankrabatt nicht ausreichend

ADAC-Analyse: Spritpreise sinken nach Tankrabatt nicht ausreichend

Mai 4, 2026
1 min. lesezeit

Die Autofahrer in Deutschland profitieren nach bisherigen Einschätzungen des ADAC nicht in vollem Umfang von dem kürzlich eingeführten Tankrabatt. Laut einer Analyse des Clubs sind die Spritpreise nach wie vor zu hoch und die aktuelle Steuersenkung von 16,7 Cent pro Liter wird nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben. Diese Aussage basiert auf umfangreichen Marktbeobachtungen und wurde am Sonntag veröffentlicht.

Zusätzlich hat das Bundeskartellamt in den letzten Tagen auf eine steigende Tendenz der Preise innerhalb von zwei Tagen hingewiesen. Am 2. Mai wurden die Preise deutschlandweit erneut angehoben, nachdem sie kurzzeitig gefallen waren. So kostete ein Liter Diesel beispielsweise am Samstag um 14:00 Uhr im Durchschnitt 2,15 Euro. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 4,5 Cent im Vergleich zum vorherigen Tag.

In Reaktion auf diese Entwicklungen fordern die Bundesregierung und das Bundeskartellamt die Mineralölkonzerne auf, den Rabatt unverzüglich an die Verbraucher weiterzugeben. Kartellamtspräsident Andreas Mundt stellte fest, dass die Konsequenzen der Steuersenkung in der aktuellen Marktsituation von entscheidender Bedeutung für die Verbraucher seien. Wann und wie genau diese Senkung vorgenommen wird, bleibt allerdings unklar.

Die vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe trat am 1. Mai in Kraft. Dem Kartellamt zufolge fiel der durchschnittliche Preis für Benzin von 30. April auf den 1. Mai um knapp 13 Cent. In den Tagen danach stiegen die Preise jedoch wieder an. Eine tiefergehende Marktbeobachtung soll aufklären, inwieweit die Tankstellen ihre Preispolitik anpassen, insbesondere im Hinblick auf die regionale Preisbildung, die von verschiedenen Faktoren wie Großhandelspreisen abhängt.

Das Gericht hat in einer kürzlich gefällten Entscheidung den Überprüfungsprozess des Kartellamts zur Preisfindung im Kraftstoffgroßhandel gestoppt. Dies könnte die Bemühungen des Amts, Transparenz in den Preisbildungsprozess zu bringen, weiter behindern.

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