Die stockenden Gespräche zwischen Washington und Teheran sowie eine höhere US-Inflation haben die Börsen am Mittwoch belastet. Anleger richten ihren Fokus auf das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking, in der Hoffnung auf positive Signale aus China.
Am deutschen Aktienmarkt deutet sich vor dem Feiertag eine Stabilisierung an. Nach den deutlichen Verlusten am Vortag wird ein Anstieg des DAX um 0,6 Prozent auf 24.100 Punkte prognostiziert. Somit könnte der Leitindex wieder über die Marke von 24.000 Punkten steigen, die er am Dienstag unterschritten hatte.
Ein weiterer Aspekt, der die Märkte belastet, sind die anhaltend hohen Energiepreise. In den USA stieg die Inflation im April auf 3,8 Prozent, was den höchsten Stand seit drei Jahren darstellt. Haupttreiber hierfür sind die gestiegenen Preise für Öl und Gas aufgrund des Konflikts mit dem Iran. Treibstoffpreise haben sich innerhalb eines Jahres um 28,4 Prozent verteuert, während die allgemeinen Energiepreise um 17,9 Prozent zugenommen haben.
Trump versucht, die Sorgen rund um die Inflation zu dämpfen. Er äußert, dass der Anstieg nur vorübergehend sei und die Ölpreise nach dem Ende des Kriegs sinken würden. Das bevorstehende Treffen wird von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet, was die Hoffnung auf Fortschritte bei Zöllen und Handelsbeschränkungen erhöht.
Für die Märkte bleibt China ein wichtiger Akteur im Nahost-Konflikt, und Anleger beobachten aufmerksam, ob China in der Lage ist, als Vermittler zu agieren und diplomatische Impulse zu setzen.