Anthropic erhält 35-Milliarden-Dollar-Kredit zur Finanzierung von KI-Entwicklung

Anthropic erhält 35-Milliarden-Dollar-Kredit zur Finanzierung von KI-Entwicklung

Juni 9, 2026
1 min. lesezeit

Der DAX hat sich am Dienstagvormittag um 0,6 Prozent erholt. Der Anstieg wurde durch die Bekanntgabe eines historischen Kredits in Höhe von 35 Milliarden Dollar an das KI-Unternehmen Anthropic ausgelöst. Diese Finanzierung kommt von den US-Finanzinvestoren Apollo und Blackstone und soll dazu dienen, neue Chips von der Alphabet-Tochter Google zu erwerben. Dies hat die Fantasie der Anleger beflügelt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch der KI-Konzern OpenAI einen Börsengang anstrebt.

Die als „Big Sky“ bezeichnete Transaktion stellt eine der größten privaten Kreditvergaben in der Geschichte dar. Um das Risiko zu streuen, sind die Kredite in drei unterschiedlich besicherte Tranchen unterteilt. Eine Zweckgesellschaft von Apollo wird die Chips kaufen und anschließend an Anthropic verleasen, was eine zusätzliche Sicherheit darstellt.

Der Kapitalbedarf der KI-Branche hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Schätzungen zufolge könnten Anthropic und OpenAI bei ihren Börsengängen gemeinsam über 100 Milliarden Dollar an Eigenkapital aufnehmen. Die wichtigsten Kostenfaktoren sind die hochspezialisierten KI-Chips, Betriebskosten für Rechenzentren sowie die Notwendigkeit, große Mengen an Daten für das Training der KI-Modelle zu beschaffen. Zudem wird hochqualifiziertes Personal benötigt, was sich ebenfalls auf die Kosten auswirkt.

Die Marktreaktionen zeigen, dass Investoren insbesondere an der Technologie- und Infrastrukturbranche interessiert sind, während Softwareunternehmen unter Druck stehen. Analysten bemerken, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit von KI-Anwendungen hoch bleibt, während es gleichzeitig an ausreichenden Speicherkapazitäten fehlt, was zu einem vielversprechenden Ausblick für Hersteller von Speichertechnik führt.

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