Boom beim Verkauf gebrauchter E-Autos infolge hoher Spritpreise

Boom beim Verkauf gebrauchter E-Autos infolge hoher Spritpreise

April 4, 2026
1 min. lesezeit

Die hohen Spritpreise führen aktuell zu einem Anstieg der Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos in Deutschland. Laut einer Analyse der Gebrauchtwagenplattform mobile.de hat sich der Anteil der Suchanfragen für E-Autos im März im Vergleich zum Vormonat verdreifacht. Der Anteil stieg von 12 Prozent auf 36 Prozent. Autohändler verzeichnen zudem einen Anstieg der Anfragen zu gebrauchten Elektrofahrzeugen um 66 Prozent.

Diese Entwicklung wird als Katalysator für die Elektromobilität bezeichnet. Eine Umfrage von mobile.de zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen bei der Wahl des Antriebs beim Autokauf beeinflusst wird von der aktuellen weltpolitischen Situation. Der Markt für gebrauchte E-Autos profitiert auch von einem wachsenden Angebot: Immer mehr Leasingfahrzeuge kommen zurück auf den Markt, während die Automobilhersteller ihre Produktion ausgeweitet haben.

Für Käufer sind neben dem Anschaffungspreis auch die laufenden Kosten entscheidend. Viele Anbieter von Stromtarifen bieten günstigere Konditionen im Vergleich zu Preisen für Benzin oder Diesel, insbesondere beim Laden zu Hause. Diese Aspekte machen gebrauchte E-Autos für viele Verbraucher attraktiver und erschwinglicher.

Dennoch bleibt die Skepsis hinsichtlich der Ladeinfrastruktur groß. Viele Käufer von Verbrennerfahrzeugen äußern, dass sie sich erst für ein Elektroauto entscheiden würden, wenn sie auch zu Hause laden können. Trotz der zunehmenden Anzahl von Ladepunkten gibt es weiterhin Bedenken bezüglich des Ausbaus öffentlicher Ladestationen.

Die Bundesregierung strebt an, bis 2030 ein flächendeckendes Netz von einer Million Ladepunkten zu schaffen. Aktuell gibt es bereits mehr als 100.000 Ladeeinrichtungen in Deutschland, während die Zahl der Tankstellen nur etwa 14.800 beträgt. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Voraussetzungen für die Elektromobilität sich weiter verbessern werden. Ob das gesteigerte Interesse auch in mehr Kaufentscheidungen resultiert, bleibt abzuwarten.

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