Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft angehoben und rechnet für 2026 nun mit einem Wachstum von 1,3 Prozent. Im April war die Regierung noch von 0,5 Prozent ausgegangen.
Das Wirtschaftsministerium erklärte, die deutsche Wirtschaft habe sich trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg und stark gestiegene Energiepreise widerstandsfähiger entwickelt als zunächst erwartet. Als Wachstumstreiber nennt die Bundesregierung vor allem Exporte, staatliche Investitionen und höhere Verteidigungsausgaben.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte bereits am Vortag im Bundestag gesagt, das Wachstum stehe „auf wackligen Beinen“ und die Lage bleibe fragil. Auch die jüngsten Daten zum Außenhandel zeigen eine Schwäche: Der kalender- und saisonbereinigte Wert der Ausfuhren sank im August um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro.
Für 2027 erwartet die Regierung nun ein Wachstum von 1,1 Prozent nach bislang 0,9 Prozent. Für 2028 stellt sie ein Plus von 0,6 Prozent in Aussicht.
Ende September hatten auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognose für Deutschland auf 1,3 Prozent angehoben. Sie warnten zugleich vor einem Aufschwung auf schmalem Fundament.
