Der Motorenbauer Deutz plant laut informierten Kreisen am Kölner Stammwerk erneut einen Personalabbau, der vor allem das Geschäft mit kleinen Motoren treffen soll.
Nach dem bereits kürzlich weggefallenen Umfang von rund 100 Stellen sieht das Unternehmen demnach ein weiteres Abbauprogramm vor. Geplant sei der Wegfall von 130 bis 200 Stellen bis Ende 2028; im Maximalfall könnten es 300 werden, was aber als unwahrscheinlich gilt.
In Köln beschäftigt Deutz derzeit etwa 2.600 Menschen. Die kleinen Motoren werden unter anderem in Traktoren und Hubwagen verbaut.
Ein Deutz-Sprecher wollte den Sachverhalt nicht kommentieren.
Der Bericht verweist zugleich auf eine zuletzt positive Geschäftsentwicklung: Im ersten Halbjahr 2026 steigerte Deutz den Umsatz um ein Zehntel auf rund 1,1 Milliarden Euro und vervierfachte den Gewinn auf rund 34 Millionen Euro. Im Bereich Engines lief es jedoch schwächer als im Konzernschnitt, während die Sparten Energie, Defence und Service stärker zulegten und profitabler arbeiteten.
Laut dem Bericht hat Deutz zudem unlängst den Flensburger Rüstungskonzern FFG übernommen und damit seine Defence-Sparte ausgebaut.
