Dieselpreise fallen auf Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs

Dieselpreise fallen auf Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs

Juni 22, 2026
1 min. lesezeit

Die aktuellen Dieselpreise in Deutschland zeigen eine markante Entspannung. Am Wochenende lag der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel bei etwa 1,73 Euro pro Liter, was niedrigere Werte als zu Beginn des Iran-Kriegs bedeutet. Analysen des ADAC zeigten, dass der Preis am Freitag mit 1,733 Euro den niedrigsten Stand erreichte, während er am Sonntag leicht auf 1,738 Euro stieg. Im Vergleich dazu kostete Superbenzin der Sorte E10 am Sonntag 1,822 Euro pro Liter und war somit 4,4 Cent teurer als vor Kriegsbeginn.

Ein Grund für diesen Preisrückgang sind die verringerten Rohölpreise, die durch Fortschritte in den Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran bedingt sind. Diese Verhandlungen haben die Märkte beruhigt und führten zu einem Rückgang der Ölpreise von über 80 Dollar auf etwa 78,98 Dollar pro Barrel.

Zumindest vorübergehend scheinen die Verbraucher von diesen Kostensenkungen zu profitieren. Daten der ARD bestätigen diesen Trend, indem sie für Montag einen weiteren Rückgang bei den Dieselpreisen auf 1,70 Euro um 10:45 Uhr ausweisen. Das ist ein Preis, der zwei Cent niedriger ist als am 27. Februar. Ohne die am Monatsende auslaufende Steuersenkung wäre der Kraftstoffpreis vermutlich noch höher.

Der bevorstehende Wegfall des Tankrabatts – eine Steuersenkung um 16,7 Cent pro Liter – könnte sich jedoch negativ auf die Preise auswirken. Politiker warnen bereits vor möglichen Preisanstiegen ab dem 1. Juli und betonen, dass die Koalition Maßnahmen vorbereitet hat, um etwaigen Preiserhöhungen entgegenzuwirken. Die Situation bleibt angespannt und Entwicklungen im internationalen Kontext, insbesondere in der Straße von Hormus, könnten weitere Auswirkungen auf den Markt haben.

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