Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni 2026 laut dem Ifo-Geschäftsklimaindex leicht verbessert. Der Index stieg auf 85,6 Punkte, nach 85,0 im Mai. Dies ist der zweite Anstieg in Folge und wurde von dem Münchner Ifo-Institut am Mittwoch veröffentlicht.
Die Umfrage wurde unter 9.000 Führungskräften durchgeführt. Die Mehrheit der Ökonomen hatte mit einem Anstieg gerechnet, jedoch fiel die Verbesserung stärker aus als erwartet. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg auf 85,5 Punkte prognostiziert.
Laut Clemens Fuest, dem President des Ifo-Instituts, hofft die deutsche Wirtschaft auf eine Entspannung der weltpolitischen Lage. Der Optimismus unter den Führungskräften wurde durch Friedenstoxen im Nahen Osten, insbesondere zwischen den USA und dem Iran, gefördert. Ein neuer Rahmenvertrag zwischen beiden Ländern sieht vor, innerhalb von 60 Tagen auf ein dauerhaftes Friedensabkommen hinzuarbeiten.
Die Unsicherheiten in den Unternehmen nehmen ab, sodass mehr Planungssicherheit besteht. Die positive Entwicklung zeigt sich in allen Sektoren der Wirtschaft, was als ermutigendes Zeichen gewertet wird.
Dennoch bleibt die Öffnung der Straße von Hormus, ein wichtiger Knotenpunkt für den internationalen Öl- und Rohstofftransport, eine Quelle der Besorgnis. Oman und Iran haben eine Arbeitsgruppe gebildet, um Regelungen für den Schiffsverkehr zu klären. Die gesamtwirtschaftliche Prognose bleibt zurückhaltend, da das Ifo-Institut für 2026 ein geringes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nur 0,8 Prozent vorhersagt.