Iran-Krieg treibt Düngerpreise in die Höhe

Iran-Krieg treibt Düngerpreise in die Höhe

März 19, 2026
1 min. lesezeit

Die Preise für Düngemittel steigen aufgrund des anhaltenden Krieges im Iran. Die Welthungerhilfe warnt, dass dies die Versorgung mit Lebensmitteln gefährden könnte, und spricht von potenziell verschärften Ernährungskrisen. Die regionalen Konflikte haben zu einer drastischen Erhöhung der Energiepreise geführt. Der niederländische TTF-Kontrakt, ein wichtiger Referenzwert für den Gaspreis in Europa, ist am Vormittag um rund 30 Prozent auf 72 Euro pro Megawattstunde gestiegen. Gleichzeitig kletterte der Brent-Ölpreis um mehr als zehn Prozent auf über 119 Dollar pro Fass.

Der Krieg hat nicht nur die Energiepreise in die Höhe getrieben, sondern auch Bedenken bezüglich der Inflation geschürt. Viele Länder, die auf Düngemittel angewiesen sind, sehen sich nun mit steigenden Kosten konfrontiert. Bereits seit Kriegsbeginn vor gut drei Wochen beobachten Analysten einen Anstieg der Düngemittelpreise im Nahen Osten um etwa 40 Prozent. Die Engpässe in der Lieferkette für Düngemittel verstärken die Situation, da ein Drittel des weltweiten Handels mit Düngemitteln über die Straße von Hormus führt, die durch den Konflikt gefährdet ist.

Über zwanzig Tanker mit Düngemitteln warten derzeit in der Golfregion auf die Möglichkeit, die Blockade zu passieren. Diese Schiffe transportieren sowohl fertige Düngemittel als auch Vorprodukte wie Flüssigerdgas. Analysten warnen, dass sich die Preise für stickstoffbasierte Düngemittel aufgrund des anhaltenden Krieges verdoppeln könnten. Zusätzlich wird berichtet, dass der Chemiekonzern BASF die Preise für zahlreiche Produkte um mindestens 30 Prozent erhöht, was die wirtschaftliche Lage in der Branche weiter belastet.

In der Börsenwelt reagiert der DAX negativ auf diese Entwicklungen und fiel zeitweise um 2,4 Prozent auf 22.945 Punkte, was den tiefsten Stand seit Mai 2025 darstellt. Auch im MDAX wurden signifikante Verkaufsbewegungen verzeichnet. Die Marktanalysten zeigen sich besorgt über die anhaltende Unsicherheit, insbesondere im Hinblick auf kritische Energieinfrastruktur im Nahen Osten.

Der Düngemittelhersteller K+S hingegen sieht sich im Gegensatz zu anderen Unternehmen in einer stärkeren Position. Durch die eigene Produktion, die Schwefel als natürlichen Bestandteil enthält, kann das Unternehmen von den steigenden Preisen profitieren. K+S hat die Aktienkurse auf einem hohen Niveau gehalten und erwartet, den operativen Gewinn im neuen Jahr steigern zu können. Die Entwicklung der Preise im Düngemittelmarkt bleibt angesichts der geopolitischen Spannungen ein zentrales Thema auf internationalen Wirtschaftsagenda.

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