Zwei Tage lang tagen die Finanzminister der G7-Staaten in Paris. Im Mittelpunkt der Beratungen steht die geopolitische Lage im Kontext des Iran-Kriegs. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil äußerte vor seiner Abreise, dass der Konflikt „eine ernsthafte Bedrohung für die Weltwirtschaft“ darstellt. Es sei unerlässlich, alles zu unternehmen, um den Krieg zu beenden und sichere Handelswege zu garantieren.
Diese informelle Allianz aus führenden westlichen Industrienationen bietet den Rahmen, um mit den USA und anderen relevanten Staaten über die wirtschaftlichen Konsequenzen des Konflikts zu diskutieren. Laut Klingbeil setzt Europa auf Kooperation anstelle von Konfrontation, insbesondere im Hinblick auf den offenen Handel. Der Iran-Krieg und die nachfolgende Blockade der Straße von Hormus stellen wesentliche Herausforderungen für die globalen Märkte dar.
Zusätzlich zur Lage im Nahen Osten werden auch andere wichtige Themen angesprochen, darunter Unterstützung für die Ukraine, Ungleichgewichte im Welthandel sowie Maßnahmen gegen die Finanzierung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. Klingbeil betonte, dass die derzeitigen Krisen aufzeigen, dass Deutschland und Europa in Bezug auf Rohstoffe, Energie und Lieferketten unabhängiger und resistenter werden müssten.
Im Kontext der globalen wirtschaftlichen Stabilität wird der Abschluss eines Doppelbesteuerungsabkommens mit der Ukraine in Paris erwartet. Dieses soll den wirtschaftlichen Austausch fördern und rechtliche Sicherheit für die Zeit nach dem Krieg schaffen. Trotz der Herausforderungen in der Nahostregion erinnert Klingbeil an die Notwendigkeit, den russischen Krieg gegen die Ukraine nicht aus den Augen zu verlieren, da die G7-Länder und die EU weiterhin die Finanzierung der ukrainischen Verteidigung unterstützen.